Schachgemeinschaft Turm Kiel. Der Kopfbereich mit Hintergrundfoto zeigt das Emblem der Schachgemeinschaft Turm Kiel. Auf der linken Seite einen Turm mit integriertem Schachbrett und auf der rechten Seite den Schriftzug "Schachgemeinschaft Turm Kiel von 1910 e. V.".
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Schachgemeinschaft Turm Kiel

Die Schachgemeinschaft Turm Kiel von 1910 e. V. wurde im Jahr 1910 gegründet. Zur Gründungsgeschichte gibt es keine offiziellen Schriften, aber mündliche Übermittlungen von heutigen Zeitgenossen. Dieses ist im Wesentlichen der Geschichte des Vereins während des Nationalsozialismus geschuldet.

Der Verein wurde 1910 von schachbegeisterten Arbeitern (Arbeiterbewegung) im Süden Kiels gegründet. Der ursprüngliche Name des Vereins war "Schachverein von 1910". Im Jahr 1933 wurde der Verein unter dem NS–Regime aus politischen Gründen aufgelöst. Schachfreund Emil Henke rettete Schachuhren, weiteres Schachmaterial und die Kultur des Vereins über den Zeitraum des dritten Reiches hinaus.

Wiedergründung

Die Wiederzusammenkunft einiger Schachspieler führte dazu, dass eine Spielgemeinschaft im Jahre 1951 wieder ins Leben gerufen wurde. Unter den "Wiedergründungsmitgliedern" befand sich auch der Zeitgenosse Schachfreund Horst Hoffmann. Der Treffpunkt war zunächst das Lokal "Voss" in der Bielenbergstraße in Kiel–Gaarden. Es konnte die alte Tradition des Vereins unter dem Namen "Schachverein Kiel–Ost von 1910" wieder aufgelebt werden. Dem Mitwirken von Schachfreund Henke als Vorstandmitglied verdankt der Verein somit den Erhalt der Tradition.

Zur Stärkung der Vereinsstruktur wurden weitere Mitglieder gesucht. Im Jahr 1953 fand der Zusammenschluss mit dem Schachverein Kiel–Süd statt. Die entsprechenden Beschlüsse hierzu wurden am 13. Mai 1953 gefasst. Der Verein trug von hier an den Namen "Schachverein Kiel Süd–Ost von 1910". Das Spiellokal war fortan in der Bahnhofstraße "Zur Stumpfen Ecke" in Kiel.

Abgliederung

Der Arbeitertradition und dem Zusammenschluss geschuldet, kam der Verein ins Visier der damaligen "Politischen Partei". Zahlreiche Vereinsmitglieder waren Aktivisten der DKP mit kommunalen und landesweiten Einfluss. Den "echten" Schachspielern war dieses ein Laster, so dass, um dem Ruf eines politisch unterwanderten Vereins loszuwerden, kurzer Hand eine Abgliederung beschlossen wurde. Ab März 1955 traf man sich im neuen Spiellokal "Restaurant Friedenseck" in der Alten Lübecker Chaussee in Kiel. Ab dem Sommerfest noch im selben Jahr trug der richtige Sportverein dann den Namen "SG Turm Kiel von 1910 e. V.". Politischer Einfluss und "DKP"–Image gehörten der Vergangenheit an.

Ende der 80er–Jahre zählte der Verein um die 100 Mitglieder mit aktiven Mitglieder, wie der damalig amtierende Deutsche Meister Klaus Wockenfuß und dem damaligen Landesmeister Peter Marxen. Das Spiellokal war das Restaurant "Burg Hohenstaufen" am Westring ⁄ Ecke Kronshagener Weg in Kiel unter der Bewirtung der Schachfamilie Zeller. Besonders hervorzuheben ist die herausragende Jugendarbeit in dieser Zeit. Zahlreiche Spitzenspieler in Schleswig–Holstein haben ihre Wurzeln bei der SG Turm Kiel von 1910 e. V..

Bis heute gehört der Schachverein mit 29 Mitgliedern zu den Aktivposten im Kieler Schachleben.

Kurt Voelzke
SG Turm Kiel von 1910 e. V.

Adressen

Weitere Informationen auf der Internetseite des Schachverbandes Schleswig–Holstein e. V..

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